Go back Wille und Kunst 03.05.2026 Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. Die Kunst ist bereits seit zwei Jahrtausenden die primäre Form der Triebs-sublimierung gewesen. Die Lust als einer der stärksten Triebe unseres Wesens ist seit Ewigkeiten mit der Kunst Hand-in-Hand gegangen. Wir sehen es bis heute, technischer Fortschritt und der Wille zahlenloser - in kleinen und großen Zügen - tragen zur Befriedigung dieses Bedürfnisses bei. Und es wird niemals genug sein, die Kunstproduktion wird niemals enden solange es die Lust gibt, wo es diese Lust gibt wird Kunst auf diese Nachfrage erschaffen werden. Kunst ist unser aller Opium. Bemerkenswert dabei ist aber die Gegensätzlichkeit der Produzierenden und der Konsumierenden, das Stereotyp des degenrierten ungepflegten Fetischisten trifft uns natürlich stark vor das geistige Auge - erblaßt aber wenn man an der Größenordnung der Konsumentenbevölkerung denkt. Nicht aber die stolzen Künstler, jeder von diesen hat körperliche oder häufiger noch seelische Pathologien - das Ausmaß der Krankheit in dieser kulturell produzierenden Gruppe ist allgegenwärtig und unvermeidbar. Egal wo sich das müde gewordene Auge umsieht, jeder von diesen Persönlichkeiten lässt erkennen dass Sie ihr Opium erschaffen dringenst nötig hatten! Es kann sehr wohl davon gesprochen werden, dass sich hier die Überlebenskunst des menschlichen Geistes offenbart. Hideaki Anno, Ryukishi07 oder Kentaro Miura zeichnen ein Bild einer unmenschlichen Hingabe zum Werk. Kein ausgeglichener, durchschnittlicher Mensch kann sich es leisten so viel Kraft und mühe in ein Werk zu stecken. Ohne innere Spannungen, welche einen krümen, kann sowas nicht geschehen, die hingabe ist zu groß und der bloßen Triebsbefriedigung zu ineffizient. der Künstler zeichnet nicht weil er kann - sondern weil er muss, weil dass, was in der Welt ist, ihn nicht betäuben kann. Zu oft der Archetyp des letzten Menschen wessen Wille zur Macht nicht ruhig wird und ständig fleißig straft, biegt und bricht den Verstand des Menschen, ihn zum bezwingen zwingt, nicht will dass er zu ruhe kommt.